Leitbild der EKS

Leitbild der Erich Kästner-Schule

(Dieses Leitbild wurde vom Kollegium gemeinsam erarbeitet und in der Gesamtlehrerkonferenz vom 18.7.2008 einstimmig beschlossen.)

 

 

Unsere Schule ist die Schule für Kranke des Landkreises Lörrach.

Wir unterrichten Schüler[1], die stationär in der Kinderklinik oder in der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie des
St. Elisabethen­krankenhauses behandelt werden. Unsere Schüler kommen aus den Landkreisen Lörrach, Waldshut und dem südlichen Teil des Landkreises Breisgau- Hochschwarzwald.

An unserer Schule sind Lehrer aller Schularten vertreten, die sich bewusst für dieses Arbeitsfeld entschieden haben.

 

Wir akzeptieren jeden Schüler in seiner aktuellen Lebenskrise, zeigen ihm unsere Wertschätzung und begleiten ihn in seinem Prozess der Gesundung.

 

Aus diesem Selbstverständnis heraus bestimmen folgende, von uns erarbeitete Leitsätze unsere Arbeit:

 


1)   Wir verpflichten uns, unseren Schülern einen geschützten, überschaubaren und pädagogisch klar strukturierten Rahmen zu geben, in dem sie soziales Handeln erproben und weiterentwickeln. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Lebenssituation jedes einzelnen Schülers.

 

2)   Unsere Schüler unterrichten wir in jahrgangs- und schulart­übergreifenden Kleingruppen nach individuellen Lernplänen, entsprechend ihrem Unterstützungs- und Förderbedarf. Damit schaffen wir ein fruchtbares Umfeld für soziales, emotionales und kognitives Lernen. Ein wichtiger Teilbereich unserer Arbeit ist die ganzheitliche Förderung unserer Schüler durch ein erweitertes Bildungsangebot  („Lernen mit allen Sinnen“).

 

3)   Wir legen Wert darauf, unseren Schülern Lerntechniken und
-methoden zu vermitteln, die selbstständiges und eigen­verantwortliches Lernen  unterstützen und dadurch ihr Selbstwertgefühl stärken.

 

4)   Uns ist wichtig, dass zwei Lehrer als Team ihre Lerngruppe unterrichten. Dadurch ist es uns möglich, Verhalten und Lernen unserer Schüler gezielter wahrzunehmen und individuelle Hilfestellung zu geben. Der qualifizierte Austausch innerhalb dieses Lehrerteams ist unverzichtbarer Bestandteil unserer Arbeit.

 


5)   Das wesentliche Ziel unserer Arbeit ist die schulische Wiedereingliederung des Schülers. Dies bedeutet die Rückkehr in die bisher besuchte Klasse oder gegebenenfalls die Beratung und Begleitung bei einem erforderlichen Wechsel der Klasse, der Schule oder der Schulart. Dabei bedarf es manchmal kreativer und unkonventioneller Lösungen.
Wir streben eine intensivere und längerdauernde Nachbetreuung unserer Schüler an.

 

6)   Die enge Zusammenarbeit mit der Heimatschule und der intensive Austausch mit dem Pflege- und Behandlungsteam der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Kinderklinik und im Bedarfsfall mit den Eltern ist Grundlage für unsere Arbeit.

 

7)   Zur Sicherung der fachlichen Qualität unserer Arbeit ist es uns wichtig, Kontakte zu Schulen, Einrichtungen und Beratungsstellen in der Region zu pflegen und zu erweitern. Die Teilnahme an Fortbildungen und Fachtagungen ist für uns selbstverständlich.

 

8)   Wir arbeiten am Ausbau unseres Beratungs- und Unterstützungsangebotes, um Regelschulen verstärkt über den Umgang mit chronisch kranken Kindern informieren zu können.

 

9)   Wir legen Wert auf regelmäßige externe Fall- und Teamsupervisionen, die der Qualitätssicherung und der Herstellung von Außenperspektiven zur kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Tätigkeit dienen.

 



[1] Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit steht Schüler bzw. Lehrer  sowohl für die weibliche als auch die männliche Form.

 



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